Theaterworkshop in der Anderen Welt

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in emotion – sacred theatre

Bei dieser Art des Theaters geht es um nichts weniger als eine Revolution: Der/die Künstler*in transzendiert in sich und durch sich den Akt des Theater-Spielens. Die Richtung dieser Revolution zeigt von innen nach außen. Die Ideen des heiligen Theaters im hier gemeinten Sinne sind uralt und in vielen Kulturen zu finden. Seine Ideen sind aber auch bei Vertretern der jüngeren Theatergeschichte zu finden, unter anderen Antonin Artaud, Jerzy Grotowski und Alejandro Jodrowsky.

Das heilige Theater versteht sich dabei keineswegs als eine Religion, hat jedoch mit einigen Religionen gemeinsam eine zentrale Idee: Die Struktur der Kunst wird dekonstruiert, damit ihre Essenz zum Vorschein kommt. Dies bedeutet unter anderem den Verzicht auf das „Vorspielen“, das „Vormachen“, kann aber noch sehr viel tiefere Ebenen des künstlerischen Prozesses berühren.

Der intellektuellen Ebene, dem sogenannten „Lernen“ oder dem Ergebnis der Arbeit („Aufführung“) wird wenig Bedeutung beigemessen. Kunst wird hier verstanden als Fahrzeug, den kulturellen Kontext zu revolutionieren, Grenzen zu überschreiten und die Konzepte, in denen Menschen allerorts ersticken, sichtbar zu machen. Die sonst gerne belächelten, zutiefst menschlichen Bedürfnisse nach Freiheit, Selbstwirksamkeit und Lebendigkeit erfahren höchste Beachtung im kreativen Prozess. Indem sie auf individueller Ebene Ausdruck finden, kann das Heilige Theater im Sinne der Revolution von innen nach außen auch Kultur und Gesellschaft entsprechende Impulse geben.

Im Hinblick auf die Emotionsarbeit beschreibt der Eintritt in die Welt des heiligen Theaters unter anderem das Loslassen der Techniken. So kann sich die Arbeit vertiefen und der Geist wird auch in einem ganz arbeitspraktischen Sinne frei. Durch das Transzendieren von Methoden und Techniken einerseits und eigenen mentalen Schranken andererseits wird das Theater organisch und lebendig.

Der Workshop findet in den Räumen und je nach Wetter auch auf dem Außengelände des Gemeinschaftsprojekts ANDERE WELT im Strausberger Wald (nahe Berlin) statt. Die Unterbringung erfolgt in einfachen, liebevoll eingerichteten Zimmern mit 2-4 Betten. Gemeinschaftsbadezimmer, eine gemütliche, voll ausgestattete Küche und Aufenthaltsräume sind vorhanden. Die Teilnehmer*innen verpflegen sich selbst oder in Absprache miteinander.

Info & Anmeldung         info@samuelnunez.de

ANDERE WELT
Garzauer Str. 20
15344 Strausberg
Gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmittlen (Tram 89 Schlagmühle, S-Bahn Hegermühle).

* (Ermäßigung für Schüler_innen, Student_innen, bei Bezug von ALG II und ggf. anderen besonderen Gründen nach Absprache)

This workshop is fully dedicated to Samuel´s special area of expertise – the emotions and their authentic and precise embodiment on stage. In a setting close to nature which offers few distractions, the participants can dive deeply into the world of their own emotions to explore them and learn to use them as an instrument of art.

As always, this is not about acting in a way of imitation or mimicry. The techniques practised here allow to work with authenticly experienced emotions without getting lost in them. Bringing living experience on stage, the role of the actor can be transcended and the relationsship to others on stage as well as the audience reaches a new level. For more info on working with emtions see  Physical Theatre and Samuel´s Biography.

Participants with and without experience in this field are welcome.

in emotion – sacred theatre

Short description:
Holy theatre does not mean religion here, although it has some ideas in common with some religions: Deconstructing art, it wants to bring to light its essence. Holy theatre is revolutionary from the inside to the outside. It aims to meet the very human necessities of freedom, self-effectiveness and feeling alive. By respectings these, it also can give culture and society the same impulses. Little importance is given to the intelectual level, so called „learning“ or the result of the work (showing). Here, art is understood as a vehicle to overcome borders and boundries and to make visible the concepts that keep us from breathing freely.

In terms of emotional work in theatre this is about letting go of techniques and methods to really incorporate them. If we can transcend techniques on one hand and our own inner limitations on the other hand, theatre becomes organic and alive.

Organization
The workshop will take place in the space and on the grounds (depending on the weather) of the community project ANDERE WELT in the forest of Strausberg near Berlin. Simple and lovely 2 and 4 bed rooms are available for accomodation as well as a fully equipped kitchen, shared bathrooms and other community rooms. Catering will be organized by the participants themselves.

ANDERE WELT
Garzauer Str. 20
15344 Strausberg
Public transport close (Tram 89 Schlagmühle, S-Bahn Hegermühle).

* (Reduction for students and other low income groups)

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