„Songlines – hinterlasse (k)eine Spur“

meineid2016

Songlines – hinterlasse (k)eine Spur
Ein Sinnes – Wandel – Wege- Projekt im Wald von Sabine Rippe in Kooperation mit der Anderen Welt

Eröffnung: 16.07.16 ab 16 Uhr
ab 20 Uhr Lesung am Feuer oben auf dem Bunker-Hügel

Wo:
Andere Welt http://www.anderewelt.org
Garzauer Strasse 20
15344 Strausberg-Hegermühle

Mit der S5 Richtung Strausberg/Nord. In Strausberg umsteigen in die Tram 89 Richtung Lustgarten; Haltestation Schlagmühle aussteigen, in Fahrtrichtung gehen bis zur Straße, dann links, nach ca. 200 m kommt der Eingang auf der rechten Seite. Einfach durch das Tor durch und immer geradeaus an den Gebäuden vorbei, nach 100m beginnt der Wald und das songline-System

Eintritt frei
Für den Reader werden 3€ als Spende empfohlen. Das entspricht den Druckkosten.

Idee und Konzept

Wie nehme ich Wald, wie nehme ich Natur wahr? Welchen Gebrauch mache ich von meinen Sinnen, von meinem Körper? Was hat die Art und Weise, wie ich wahrnehme und mich bewege zu tun mit der Gefahr, durch andere unbemerkt manipuliert, gesteuert und missbraucht zu werden?

Was bedeutet es HEUTE, im Lichte neoliberaler Machttechniken, Zeit in einem Wald zu verbringen?

Um so wenig Ressourcen wie möglich zu verschwenden und auch keinen neuen Müll zu produzieren (Stichwort zero waste) wurde völlig auf Markierungen, Tafeln, Wegweiser, etc. im Wald verzichtet. Du brauchst nur den Reader, um dich zu orientieren. Dort ist auch ein Plan verzeichnet für das songline-System. Die Idee ist, wechselweise zu lesen, das Gelesene auf sich wirken zu lassen und dann wieder die eigene Wahrnehmung auf den Wald zu richten und so in einen selbstständigen Austausch und eine sinnliche Begegnung zu kommen an der Schnittstelle von Philosophie, Psychologie, Physiologie, Politik, Natur und Umwelt.

Auszug aus dem Reader:

„die ganze westliche Erziehung zielt darauf ab,
den Boden als Raumebene im Allgemeinen zu
entwerten
(„lass deine Schuhe an“, „mach dich nicht schmutzig“, „fass nichts an, was auf dem Boden liegt“, „heb das nicht auf“, „setz dich nicht auf den Boden“, „steh sofort auf“ usw.) und die netten Fleckchen Erde unter

freiem Himmel im Besonderen …
als selbstverständlichen Aufenthaltsort

zum arbeiten essen
reden
ruhen

lieben –
alles strebt vom Boden weg, darf nicht in Berührung kommen

ein einfaches Stückchen Erde – jedes Stückchen Erde – ist ein tabuisierter Ort

primitiv schmutzig widerwärtig unbequem hart dreckig

ein Slum-Gefühl für den westlichen weißen Europäer, der so gerne
thront

es gibt gar keinen Grund die Erde zu meiden, nicht auf dem Boden zu leben, zu schlafen, zu sein

kein Ort der Welt ist sicherer als der Boden direkt unter mir kein Ort der Welt ist fremder als der Boden direkt unter mir“

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