Das werdende Theater im Wasserwerk präsentiert schon mal: „Pikeslust“

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„Pikeslust“ – wo ist das denn? Nie gehört, aber klingt hübsch.

Pikeslust ist ein neuer Ort auf allerhand Karten, mit verschiedenen Ortungssystemen hantierend, erst jetzt eingezeichnet.

Wald mit Beton. Geologische und historische Schichtungen, Durchdringungen, Überlagerungen.
Ein Ort, im Kalten Krieg der Kommunikation gewidmet.
Ein Gelände, derzeit freizügig neuen Bestimmungen auf der Spur.
Der Boden, nach der letzten Eiszeit zum Barnim geschichtelt – so sieht’s hier jetzt eben aus.
Darauf Möbel und Kram installiert, darein Ideen und Hoffnungen projiziert, darin Ideologie und Technologie begraben.
Experten unterschiedlichster Provenienz, Fachleute und Ortskundige, nehmen uns mit ins Freie und vermitteln.

Zwischen den Schichten entdeckt: Frau Pikes Heft. Mitteilungen, Gedanken, Überlegungen einer klugen Unscheinbaren, die Bescheid sagt, nicht um sich selbst zu präsentieren. Die ihre eigene Unvergänglichkeit nicht ihrer Person, sondern der immer schon verfügbaren Radikalität des Denkens überschreibt. Die einen unverkäuflichen Weg von Kunst und Bedeutung sucht, höchstpersönlich.
Das Heft ist gefunden, und Frau Pike erscheint. Muntere Variation der einfachsten und der schwierigsten Frage der Zeit: wo bin ich in dem Ganzen, habe ich eine Bedeutung, welche, wie bringe ich die auf die Straße oder auf’s Tapet, wie mache ich einen Unterschied, wo bleibe ich in der Ewigkeit.
Wenn das geklärt wäre, ist der Rest ein Kinderspiel. Klimawandel, Völkerwanderung, Wohlstandsverteilung, Religionskriege – wird dann schon hinzukriegen sein.

Veritabler Theaterabend in der Vermischung von Dokument und Utopie: schön und begreifbar.
Ein Einstand für ein neues Theaterhaus, eine neue Compagnie, einen neuen künstlerischen Aufbruch genau hier, genau an diesem Ort: in Pikeslust.

Pikeslust ist hier:
Wasserwerk-Theater
c/o „Arbeitstitel Andere Welt“, Garzauer Str. 20, 15344 Strausberg

Regie: Rico Wagner; Autorin: Frau Pike; Ausstattung: Laura Burkhardt; Bildhauerei: Jens Reutermann; Musik: Daniel Dorsch, Jonas Albani; Video: Ferdinand Schwarz; Licht: Arndt Sellentin; Schauspiel: Inés Burdow, Melanie Seeland, Mica Bara, Léon Schröder, Lisann Behm; mit: Martin Kaule, Mirko Kirsch, Kai Meinhardt, Emmanuel Tagi Encho, Natanael Tekle

Wir bedanken uns herzlich bei der Waldwirtschafterei GmbH, Midria e.V., Matthias Merkle, Antje Borchardt, Lilly Albishausen, Philipp Hohenwarter und allen Beteiligten zur Erforschung des Geländes für ihre tatkräftige Unterstützung.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und des Fonds Soziokultur e.V.

Premiere ist am 6. Oktober 2017 um 18.00 Uhr

und dann wieder am:

7.   Oktober 2017 um 19.00 Uhr,
13. Oktober 2017 um 18.00 Uhr,
15. Oktober 2017 um 16.00 Uhr,
21. Oktober 2017 um 19.00 Uhr,
22. Oktober 2017 um 16.00 Uhr.

Karten gibt es hier: https://wasserwerk-theater.com/kartenkauf/

Oder per Email reservieren: wasserwerk@anderewelt.org

Wegbeschreibung:
Wasserwerk Kulturstätte gUG
Garzauer Straße 20
15344 Strausberg

S5 Richtung Strausberg Nord bis Strausberg,
umsteigen in die Tram 89 Richtung Lustgarten bis Schlagmühle,
in Fahrtrichtung aussteigen, geradeaus bis zur nächsten Kreuzung,
links einbiegen in die Garzauer Straße (5 Minuten Fußweg)

mit dem Auto:
A10 Richtung Frankfurt/O., Prenzlau
bis Ausfahrt Altlandsberg, Strausberg
links abbiegen auf Hönower Chaussee,
nach 13 km rechts abbiegen auf Garzauer Straße
(Parkplätze auf dem Gelände)

Übernachtungmöglichkeiten: gaeste@anderewelt.org

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