Raus aus der Stadt, ran an den Wald.

Ein reizvolles Gelände mit ambitionierter Konzeption sucht Menschen, die hier zur Tat schreiten wollen:
arbeiten und wohnen, bauen und umnutzen: sich selbst verwalten – Baugruppen, WGs, Familien, SolistInnen, KünstlerInnen und HandwerkerInnen.

Lage:
Garzauer Str. 20, 15344 Strausberg – Hegermühle/Vorstadt
Tram 89 „Schlagmühle“ (3 Minuten zu Fuß), S 5 „Hegermühle“ (10 Minuten zu Fuß); Fahrzeit: 50 Minuten bis Alexanderplatz
Das Gebiet liegt am Rand eines 28 ha großen Wald-Geländes, das seit den 70er Jahren als Umgebung eines 8500 qm großen Nachrichtenbunkers wesentlich sich selbst und seiner Rekultivierung überlassen blieb. Es wird seit Sommer 2013 als naturnahes Quartier zum Wohnen und Arbeiten unter dem Namen „Andere Welt“ entwickelt.
Das Gelände befindet sich im Stadtteil Hegermühle und ist infrastrukturell naheliegend angeschlossen; die wunderschönen Seen in der Umgebung sind zu Fuß und mit dem Fahrrad zu erreichen.

Situation:
Ein InitiatorInnentrio hat das Gelände mit dem Ziel erworben, neben den Möglichkeiten, die hier im Rahmen von Wohn- und Arbeitsflächen geschaffen werden, mit den großen Waldflächen und den darin durch die absurden baulichen Eingriffe der Kalten Kriegs-Ära entstandenen Lichtungsbereichen sowie mit Teilen des Gebäudesbestandes einen kulturellen und politischen Freiraum zu schaffen, in dem dringend notwendige Konzepte erdacht und erprobt werden können, wie faires und nachhaltiges Wirtschaften und Leben aussehen könnte. Dabei liegt unser Fokus vor allem auf zukunftsorientierten Betriebs- und Arbeitsweisen, da wir davon überzeugt sind, dass nicht früher alles besser war, sondern höchstens vielleicht morgen manches besser sein könnte.

Zu diesem Zweck sollen die Bereiche, die künftig als Bauland ausgewiesen werden, sowie Teile des Bestandes in genossenschaftliches Eigentum überführt werden. Die Genossenschaftsanteile stehen dabei im Verhältnis zu der tatsächlich privat genutzten Fläche. Es entsteht so zwar Eigentum, das auch wieder veräußerbar ist, aber eben nur zu Bedingungen, die die zu gründende Genossenschaft vorgibt. Dabei soll vor allem die Immobilienspekulation unterbunden werden und Eigentum in Besitz überführt werden. Die die Baugebiete direkt umgebenden Flächen gehören wie bei einer Eigentümergemeinschaft allen EigentümerInnen zusammen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Seitens der InitiatorInnen wird hier nicht die Gründung einer Lebens-gemeinschaft organisiert, sondern es geht vielmehr um die Schaffung einer Art Dorfstruktur, in welcher verschiedenste Lebensentwürfe realisierbar sind. Selbstverständlich können sich einzelne Gruppen darin als „Gemeinschaft“ definieren, aber auch Einzelakteure, Familien, Paare, Trios usw. sind hierher eingeladen.

Es gibt Ideen, Pläne und Anfänge für die Gründung genossenschaftlich organisierter Betriebe (Waldwirtschaft, Tischlerei, Seminarbereich, Gastronomie, Theater), in die sich künftige AnwohnerInnen und InteressentInnen gerne integrieren können, was aber nicht zwingende Voraussetzung für das Leben an diesem Ort darstellen soll (und umgekehrt).

Planung:
Der Bebauungsplan, von der Strausberger Stadtverordnetenversammlung politisch befürwortet und einstimmig beschlossen, steht derzeit kurz vor der 2. Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Geplant ist neben dem Erhalt und Nutzungsumbau der Bestandsgebäude an der Garzauer Straße der Neubau von Wohn- und Gewerbeflächen. Die bauliche Verdichtung des bereits bebauten Geländeteils zielt auf den unbehelligten Erhalt der Waldflächen als großzügiges Erholungsgebiet für alle. Gartenanlagen können im Bereich der bebauten Fläche entstehen; die Nutzung des umgebenden Waldrandstreifens als „Waldgarten“ mit Obst- und Nussbäumen, Beerensträuchern und Kräutern und Gemüse in der Krautschicht etc. ist naheliegend und Teil unserer Planung.

Struktur:
Das Konzept gebietet kollektive Eigentums- und Nutzungsstrukturen, die jede spekulative Rekommerzialisierung von Gelände- und Gebäudeteilen ausschließen. Eine Eigentümergenossenschaft wird gegründet, die – ggf. in engem Zusammenhang mit einem Kulturverein – Bestand und Neubauten selbst verwaltet und das Gesamtkonzept hütet.

Derzeit arbeiten wir daran, eine Grundstruktur für die Bauflächen zu erarbeiten, die Konflikte vermeiden kann und gleichzeitig den einzelnen „BauherrInnen“ den größtmöglichen Gestaltungsspielraum lässt. Zugleich kann für Bereiche damit eine modulare Bauweise realisiert werden, die die Baukosten senken und viel Selbstbau ermöglichen kann.
Der ökologisch sinnvolle und zukunftsfähige Umgang mit dem Thema Verbrauch (Strom, Heizung, Wasser) ist für uns selbstverständlich.
Die Entwicklung wird als fortschreitende konzipiert, d.h. Bestandsräumlichkeiten und Neubauflächen können laufend erworben und aus- bzw. bebaut werden. So wird die Chance erhöht, das „Dorf“ in seiner Zusammensetzung sich natürlich entwickeln zu lassen.
Selbstverständlich kann damit auch das Gesamtkonzept jeweils angepasst bzw. fortgeschrieben werden. Z.B. könnten künftig die Genossenschaft oder die eventuell gegründete Stiftung selbst günstigen Wohnraum errichten und z.B. Geflüchteten zur Verfügung stellen, oder, oder, oder.
Nach dem Verkauf einiger Grundstücksanteile wird es auch möglich sein, sich zu  sehr günstigen Konditionen mittels Mietkauf in das genossenschaftliche Eigentum einzubringen.
Kleinste verfügbare Flächeneinheit ist ein einzelnes Zimmer im Bestandsbau; Baugruppen und Initiativen steht die architektonische Planung und Umsetzung zweigeschossiger Neubauten frei. Dazwischen können unterschiedlichste kleine und große Vorhaben realisiert werden.

Die Waldflächen werden gesamt in eine gesicherte Struktur übergeben (z.B. eine Stiftung), sodass dieser Freiraum und die vorhandenen Biotope langfristig gesichert werden.

Bestand:
– „Platte“: dreigeschossiges ehemaliges Verwaltungsgebäude mit Wohnräumen und Studios im 1. und 2. OG, Gästezimmern und Saal im EG sowie Lager- und Proberäumen im UG (insgesamt ca. 2.300 qm)
– „Garagentrakt“: zehn 50qm-Garagen sowie zwei kleinere Räume als Lagerräume oder Werkstätten
– „Heizhaus“: hoher, gut beleuchtete Werkstatt / Studio sowie Wohnzimmer und Sanitärbereich (160 qm)
– „Wasserwerk“: Gewerbehalle (250 qm), geplante Nutzung als Theater und Programmkino
– „Wache“: ehemaliges Pförtnerhäuschen (160 qm), nutzbar als Gaststätte

Neubau:
– Neubau zweigeschossig: 3.200 qm, Wohnraum
– Neubau zweigeschossig: 2.500 qm, Wohn- und Gewerberaum
– eingeschossige Aufstockung „Garagentrakt“: 680 qm, Wohnraum
– Anbau „Platte“: 600 qm viergeschossig, Wohnraum, Gewerbe
– Anbau „Heizhaus“: 140 qm zweigeschossig, Wohnraum
– Anbau „Wache“: 70 qm eingeschossig, Gewerbe

 

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 Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher der Infotreffen der letzten Monate und verlassen nach der kommenden Infoverantaltung unseren regelmäßigen Modus. Weitere Interessenten sind herzlich eingeladen sich bei uns zu melden, damit wir weitere Infoveranstaltungen nach Bedarf einrichten können.

Die letzte reguläre Info-Veranstaltung findet statt
am Sonntag, 02. Oktober 2016 um 14 Uhr,
Garzauer Str. 20, 15344 Strausberg.

Wir bitten um Anmeldung unter:
info@anderewelt.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luftbild Gesamtgelände

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Darstellungen Wohn- und Gewerbequartier / Bestand und Veranschaulichung Neubau-Optionen

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Modell mit beispielhafter Neubebauung (in weiß)

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Illustration Variante „Werkhof“

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Illustration „Andere Welt“

 

Wanderkarte „Andere Welt“

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