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Eine große Waldfläche inmitten der Stadt Strausberg.
Die Spuren des Kalten Krieges sichtbar
und in den Wald hinein betoniert.
Auf davon geprägten Flächen entwickelt sich
ein Quartier, in dem gelebt, gearbeitet, gegessen,
geschlafen, geträumt und gedacht werden darf.
Einzig der Wald ist dabei der Imperativ.

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die Andere Welt Bühne:
Gute Orte haben ein Theater. Hier ist jetzt eins.
Ein Theater für und in Strausberg und darüber hinaus. Das ehemalige Wasserwerk, eine entkernte Halle mit baulichen Erweiterungsmöglichkeiten, wird von einer Gruppe Theaterschaffender als Theaterraum entwickelt.

Wohnen und Arbeiten im Denkmal:
Schlicht abgefahren!
Gästezimmer, Seminarräume, integrative Arbeit, Ateliers und Wohngemeinschaften teilen sich dieses Gebäude – außen Denkmal, innen schön!

Wohnen am Stadtwald:
Der Name ist Programm.
Vorne die S-Bahn, hinten der Wald. Dazwischen entstehen Häuser. Häuser im Verbund.
Für Familien oder andere Zusammenhänge.

Garagen:
Für kurz Angebundene.
Geräumige Ateliers und Werkstätten im ehemaligen Garagentrakt lassen sich mit dazugehörigen Wohneinheiten direkt oben drüber verbinden. Für alle, die kurze Wege lieben.

Bunkerdach/ Festplatz:
The place to be.
Für sommerliche Abende oder zum Grillen mit Freund*Innen, eine Unterbrechung des Waldspaziergangs oder um ein Buch zu lesen. Ein zauberhafter Platz, vom Denkmal überdacht, mitten im Wald.
Und wer gar nichts mehr hören will, der geht einfach weiter in den Wald hinein.

Schmorpost:
Die einladende Geste zuerst.
Unsere Gaststätte am Eingang des Geländes als Treffpunkt für Anwohner*Innen, Strausberger*Innen, Feierabendbiertrinker*Innen. Geliebt für gutes Essen und gute Gespräche – oder einfach für’s Spaß haben.

Heizhaus:
Die Keimzelle.
Auf der einen Seite das Möbeldesign aus eigens geernteten Bäumen, auf der anderen Seite die Honigverarbeitung der eigenen Imkerei und dazwischen die Entwicklung anderer Betriebsstrukturen. Hier probieren wir es aus! Ernsthaft.

Fabriketagen:
Räume, die Freiräume sind. Was Fabriketagen früher waren: Viele Quadratmeter in alle Richtungen und Wände, wie und wo man sie gerade braucht für Kunst und Lebenskunst. Nur am Waldrand statt im Hinterhof.

Arbeitshof
Die bunte Mischung.
Imkerei, Metallgestaltung, Holzateliers, kleine Handwerksbetriebe, Künstler*Innen oder Kundschaft.
Hier tummelt und bewegt es sich.

Theaterplatz
Mal drauf geschaut.
Eine Gesellschaft komplettiert sich erst durch eine sie beschimpfende und bejubelnde, verlachende und betrauernde Kultur. Die Andere Welt Bühne repräsentiert diesen Anspruch und markiert den Platz.

Sägplatz
Wo man das Holz riechen kann.
Sturmschäden und behutsame Waldumwandlung liefern das Holz. Die Blockbandsäge liefert Bretter, Balken und andere Schnitte, die vor Ort verbaut werden können. Für Produkte von hier, für Bauten und Außengestaltung.

Denkmalblick
Die etwas andere Straße.
Die einst errichtete Versorgungsbebauung für Telekommunikation sticht hier hervor. Den Auftakt macht die ehemalige Wache, anschließend der Hügel über dem Öllager, der hochwertige Plattenbau, weiter zur Bunkeranlage … Dieser Blick bleibt und erinnert.

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Andere Welt
Garzauer Str. 20, 15344 Strausberg
anderewelt.org

Akteur*innen, Unternehmungen, Kontakte:

die andere welt bühne:
Wasserwerk Kulturstätte gUG
wasserwerk-theater.com
wasserwerk@anderewelt.org

Waldwirtschafterei GmbH:
Gästezimmer
gaeste@anderewelt.org
Holz & Holzdesign, Honig
post@waldwirtschafterei.de
Catering “Schmorpost”
schmorpost@waldwirtschafterei.de

Wohnprojekt(e) Neubau:
wohnprojekt@anderewelt.org

Andere Welt eG:
Wohnen im Bestand, Vermietung Garagen
genossenschaft-anderewelt@systemli.org

Midria e.V.:
Projekte zur ganzheitlichen Teilhabe
midria.de

Gesellschaft für Bedeutungslosigkeit:
Wald- und Denkmalpflege
wald@anderewelt.org

und andere …

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Das gesamte Projekt-Gelände an der Garzauer Str. 20 in Strausberg umfasst knapp 28 ha; es handelt sich um ein altes Fernmeldeareal mit mehreren Bestandsbauten um einen großen Bunker, in einem weitgehend intakten Laubmischwald gelegen, das 2013 von der Telekom AG (als Rechtsnachfolgerin der DDR-Post) veräußert wurde. Nicht zum fraglichen Gelände gehören ein Altbau (die ehemalige Fernmeldestelle 1) und die Halle des Sanitärgroßhandels Braun.

Derzeitiger Eigentümer des Geländes ist Matthias Merkle, der mit anderen die Entwicklung des Geländes als Wohn-, Gewerbe-, Kultur- und Naturprojekt seit 2013 anstrebt und vorantreibt.
Es geht dabei um zweierlei: die Übergabe des bebauten und weiter zu bebauenden Geländeteils in die Verantwortung einer kollektiven Struktur zur Weiterentwicklung als selbstverwaltetes „experimentelles Dorf“ mit Wohn-, Kultur- und Gewerberaum für ca. 100 Persoenen. Das umgebende Waldgebiet soll mit dieser Weiterveräußerung ökonomisch befreit werden, d. h. sein Anschaffungswert wird mit dem Verkauf des Wohn- und Gewerbegebiets mitbestritten, um den Wald zugunsten seiner ökologischen Entwicklung ökonomisch zu entlasten. Eine relativ dicht besiedelte Fläche steht dann einem großen naturbelassenen Erholungswald gegenüber; diese Struktur folgt sehr genau der vorgefundenen Biotopstruktur und verzichtet auf weitere Versiegelungen von Waldboden.

Grundlage der geplanten künftigen Nutzungen ist der Bebauungsplan, der derzeit mit der Stadt Strausberg aufgestellt wird, und der das bebaute und zu bebauende Areal als Misch- und Wohngebiet ausweist, einhergehend mit der Änderung des Flächennutzungsplans, mit dem die Waldfläche als solche festgestellt wird.

Geplant und in Vorbereitung ist die Aufteilung des gesamten Geländes in die Verantwortung mehrerer Unternehmen und Gesellschaften, die miteinander kooperieren.

Der Waldverein: Gesellschaft für Bedeutungslosigkeit e.V.
Der größte Geländeteil (ca. 25 ha) ist Wald. Geschuldet der historischen Nutzung als staatliches Sonderfernmeldenetz der DDR ist das Gebiet seit den 70er Jahren forstwirtschaftlich weitgehend unberührt geblieben. Der ökologisch hervorragenden Entwicklung des Laubmischwaldes soll auch in Zukunft Vorschub geleistet werden. Der Verein wird sich um diese Pflege kümmern und daneben Möglichkeiten ausloten, die ökologische Qualität und die Kalter-Krieg- Historie innerhalb des Erholungswaldes für alle Interessierten auch mit kulturellen und künstlerischen Mitteln erfahrbar zu machen.
In Ergänzung des Gesamtentwurfes einer „Anderen Welt“ wird der Verein die Entwicklung der Waldfläche und seiner inneliegenden Gebäude und Ruinen vor allem als Freiraum vorantreiben und unterstützen. Jenseits des alltäglichen Verwertungs- und Optimierungswahns entstehen hier Orte, Räume und Situationen, in denen sowohl das Denken als auch der Diskurs frei spinnend und unabgeschlossen passieren können.
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Das Theater: Wasserwerk Kulturstätte gUG / die Andere Welt Bühne
Das ehemalige Wasserwerk, eine entkernte Halle mit baulichen Erweiterungsmöglichkeiten, wird seit 2015 von einer Gruppe Theaterschaffender und Aktivist*innen als Theaterraum entwickelt. Im Mittelpunkt einer politisch motivierten Konzeption steht die Installation eines Ortes, der seine spezielle Lage – im Wald, in Strausberg, in der Nähe von Berlin – selbst thematisiert.
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Die ersten Gewerbebetriebe: Waldwirtschafterei
Im Aufbau befinden sich bereits einige Gewerbebetriebe, die sich den Gegebenheiten des Geländes und den Interessen der ersten Anlieger*innen verdanken und derzeit nach entsprechenden kollektiven Gesellschafts- und Unternehmensformen und der rechtlich sinnvoll konstruierten Kooperation mit der Genossenschaft und den Vereinen suchen: ein Hostel mit zu entwickelndem eigenen Seminar- und Workshopprogramm, eine Imkerei, eine Holzwerkstatt mit eigenem Sägewerk. In Planung ist eine Gastwirtschaft, denkbar eine Gärtnerei, ein Hofladen, ein Marktbetrieb. Anderes mag sich entwickeln.
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Die Genossenschaft: Andere Welt eG
Ein Teil der bereits bebauten und versiegelten Geländes an der Garzauer Straße wurde an die in Gründung befindliche Genossenschaft verkauft: zwei Bestandsbauten, das ehemalige Verwaltungsgebäude und der Garagentrakt. Zweck der Genossenschaft ist die Zurverfügungstellung von preiswertem Wohn- und Gewerberaum; es werden den Mitgliedern Räume überlassen mit dem Ziel, individuelle Lebensqualität dauerhaft preiswert zu sichern.
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